Wohnen mit Qualität

PVC-Resteprofile im Kreislauf: 3 Tonnen CO₂e gespart

Unsere Profilreste gehen seit Jahren zur VEKA Umwelttechnik und werden wieder Rohstoff. Für 2025 sind uns bis zu 3 Tonnen CO₂e bescheinigt worden.

Thomas GmbH, Schreinerei & Bestattungen5 Min. Lesezeit
Urkunde der VEKA Umwelttechnik über eingespartes CO₂ durch zurückgeführte PVC-Resteprofile aus der Fertigung der Schreinerei Thomas in Fritzlar-Züschen

Beim Fensterbau fällt Verschnitt an. Jedes Kunststoffprofil wird auf Maß zugeschnitten, und was übrig bleibt, sind Reststücke – manchmal handlang, manchmal ein halber Meter. Bei uns werden diese Reste seit Jahren sortenrein gesammelt und abgeholt: Sie gehen an die VEKA Umwelttechnik GmbH, wo daraus wieder Material für neue Fensterprofile entsteht. Neu ist daran nichts – neu ist nur, dass wir jetzt schwarz auf weiß sehen, was dabei zusammenkommt.

Für das Jahr 2025 haben wir nämlich eine Urkunde erhalten: Durch die von uns zurückgeführten PVC-Resteprofile wurden bis zu 3 Tonnen CO₂-Äquivalent eingespart. Die Urkunde hängt bei uns nicht als Deko an der Wand – sie ist die Bestätigung, dass eine Arbeitsweise, die hier seit Jahrzehnten selbstverständlich ist, inzwischen messbar geworden ist. 🪵

Wie läuft die Rückführung unserer PVC-Resteprofile ab?

Über einen eingespielten, konsequent gelebten Weg: sammeln, sortenrein trennen, abholen lassen, aufbereiten. Was in unserer Werkstatt in Fritzlar-Züschen als Reststück anfällt, geht als Rohstoff zurück in den Kreislauf – so, wie es hier seit langem gehandhabt wird.

Damit das funktioniert, braucht es Disziplin in der Werkstatt. PVC gehört zu PVC, Metallteile und Dichtungen werden getrennt, nichts wird vermischt. Genau diese Sortenreinheit entscheidet darüber, ob aus einem Reststück wieder hochwertiges Material wird oder nur ein Gemisch, mit dem niemand mehr etwas anfangen kann. In der Aufbereitung wird das gesammelte Material zerkleinert, gereinigt und zu Rezyklat verarbeitet – dem Grundstoff für neue Profilkerne.

  • Kreislauf statt Container: Reststücke aus unserer Fertigung werden Rohstoff für neue Fenster.
  • Deutlich weniger Energie: Aufbereitetes PVC braucht in der Herstellung nur einen Bruchteil der Energie von Neuware.
  • Erfasst, nicht geschätzt: Die zurückgeführte Menge wird gewogen und bilanziert.

Was genau bescheinigt die CO₂-Urkunde?

Die Urkunde weist für 2025 eine Einsparung von bis zu 3 Tonnen CO₂-Äquivalent aus. Errechnet wird das aus der Menge PVC, die wir zur Aufbereitung geliefert haben – im Vergleich dazu, dieselbe Menge neu herzustellen.

Das ist kein Selbstlob, sondern eine Rechnung von außen. Und sie zeigt etwas, das man in der Werkstatt sonst kaum wahrnimmt: Ein einzelnes Reststück wiegt fast nichts. Über ein ganzes Jahr, über hunderte Fenster hinweg, kommt daraus eine Menge zusammen, die man in Tonnen misst. Drei Tonnen CO₂e entsprechen etwa dem, was ein Mittelklassewagen auf rund 20.000 Kilometern ausstößt – nur eben eingespart, ohne dass irgendjemand auf etwas verzichten musste.

Wird aus aufbereitetem PVC wieder ein vollwertiges Fenster?

Ja. Das aufbereitete Material kommt in den Kern moderner Profile, umschlossen von einer frischen Außenschicht, die für Optik und Witterungsbeständigkeit sorgt. Stabilität, Dichtigkeit und Lebensdauer entsprechen denselben Prüfnormen wie bei Neuware.

Diese Frage bekommen wir im Showroom oft gestellt, und sie ist völlig berechtigt. Viele denken bei „Recycling" an graues, sprödes Material. Bei PVC ist das anders: Der Werkstoff lässt sich mehrfach aufbereiten, ohne seine mechanischen Eigenschaften zu verlieren. Was am Ende zählt, prüfst du ohnehin am fertigen Fenster:

  • Wie satt schließt der Flügel?
  • Wie sauber sitzen die Dichtungsebenen?
  • Wie sind die Ecken verschweißt und geputzt?
  • Wie gleichmäßig läuft die Oberfläche über Rahmen und Flügel?

Genau da entscheidet sich Qualität – und genau da fertigen wir selbst, in unserer eigenen Werkstatt. Dass wir auch das kleinste Kellerfenster mit demselben Anspruch bauen, gehört für uns zur gleichen Denkweise.

Warum ist das für einen Familienbetrieb seit 1948 nichts Neues?

Weil sorgsamer Umgang mit Material hier nie eine Entscheidung war, die irgendwann getroffen wurde – es ist einfach die Art, wie in unserer Werkstatt gearbeitet wird. Wer über 75 Jahre am selben Ort tätig ist, denkt automatisch in Generationen und nicht in Trends.

In einer Schreinerei lernst du früh, dass Material kostbar ist. Kein Brett wird leichtfertig weggeworfen, Verschnitt wird weitergedacht, Reste finden ihren Platz. Beim Holz ist das seit Jahrzehnten selbstverständlich – und bei den Kunststoffprofilen genauso: Die Zuschnittreste wurden immer gesammelt und abgeholt. Dass diese Praxis nun bilanziert und bescheinigt wird, ist keine Kursänderung, sondern eine schöne Bestätigung.

Dazu kommt der regionale Gedanke: Wir planen hier, wir fertigen hier, wir montieren hier – und wir kommen wieder, wenn nach Jahren etwas nachjustiert werden muss. Kurze Wege sind auch Ressourcenschutz, nur redet selten jemand darüber. Dasselbe Prinzip gilt für Massivholztreppen, die über Generationen halten – nur eben in Holz statt in Kunststoff.

Was bedeutet das für dich, wenn du bei uns Fenster bauen lässt?

Dass sorgsamer Materialumgang bei uns keine Behauptung ist, sondern ein eingespielter Arbeitsablauf. Du bekommst kein Fenster mit Öko-Aufkleber, sondern eines aus einer Werkstatt, in der Material nicht verschwendet wird – und in der das noch nie jemand extra betonen musste.

Wichtiger als jede Urkunde bleibt aber, wie lange dein Fenster hält. Das nachhaltigste Fenster ist das, das du nicht nach zwölf Jahren wieder austauschen musst. Ein gut gebautes Fenster arbeitet jeden Tag für dich: Es hält die Wärme im Raum, es hält Zugluft draußen, es dämpft Straßenlärm. Über zwanzig, dreißig Jahre summiert sich das zu einer Menge Heizenergie, die nie verbraucht wurde.

Was Langlebigkeit im Alltag konkret bedeutet

  • Gute Dämmwerte: spürbar wärmere Fensterlaibungen im Winter, kein kalter Luftzug am Sofa.
  • Solide Beschläge: ein Griff, der nach Jahren noch leichtgängig läuft, statt zu haken.
  • Nachjustierbarkeit: Fenster, die sich nachstellen lassen, statt ersetzt werden zu müssen.
  • Sauberer Einbau: Die beste Technik nützt nichts, wenn der Anschluss zur Wand undicht bleibt.

Und dann gibt es noch den Teil, den kein Datenblatt ersetzt: das Anfassen. In unserem Showroom kannst du Profile im Querschnitt sehen, Oberflächen vergleichen, Beschläge bewegen und Dichtungsebenen ertasten. Genau da wird nachvollziehbar, warum sich zwei Fenster, die von außen ähnlich aussehen, im Aufbau deutlich unterscheiden können. Mehr über unsere Arbeit findest du auch auf unserer Website.

Wann lohnt sich der Austausch alter Fenster wirklich?

Immer dann, wenn die alten Fenster mehr Energie verlieren, als du bereit bist zu bezahlen – oder wenn Komfort und Dichtigkeit spürbar nachlassen. Beim Austausch entsteht doppelter Gewinn: bessere Dämmung im Haus und Altprofile, die wieder Rohstoff werden.

Typische Anzeichen, dass es Zeit ist:

  • Kondenswasser innen an der Scheibe oder am Rahmen.
  • Zugluft, obwohl das Fenster geschlossen ist.
  • Der Flügel schleift, klemmt oder lässt sich nicht mehr sauber verriegeln.
  • Einfach- oder alte Zweifachverglasung, an der es im Winter merklich kalt wird.
  • Eine Sanierung steht ohnehin an – Fassade, Putz oder Heizung.

Der beste Zeitpunkt für die Planung ist übrigens deutlich früher, als die meisten denken. Wer im Frühjahr misst, hat im Herbst warme Fenster. Wir schauen uns die Situation vor Ort an, messen jede Öffnung einzeln auf und planen die Anschlüsse so, dass am Ende nichts improvisiert werden muss.

Wenn du noch mehr wissen möchtest – zum Materialkreislauf, zu den Profilen oder zum Ablauf eines Fenstertauschs – schau in die FAQ direkt unter diesem Artikel. Und wenn deine Frage dort nicht dabei ist: Komm einfach vorbei. Wir erklären das lieber am echten Profil als am Telefon. 🏡

Häufige Fragen

Für die PVC-Resteprofile, die wir aus unserer Fertigung an die VEKA Umwelttechnik GmbH zur Aufbereitung geliefert haben. Für 2025 wurde uns dadurch eine Einsparung von bis zu 3 Tonnen CO₂-Äquivalent bescheinigt.

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